Planetengetriebe-Rechner

Wählen Sie, welches Teil festgehalten wird und welches antreibt, sowie die Zähnezahlen. Sie erhalten die Übersetzung, Drehzahlen und Momente aller Teile, die Planetenlagerdrehzahl und eine Prüfung, ob die Planeten passen und sich montieren lassen.

TorqueMath.com · Planetengetriebe-Rechner
Festes Teil · Antrieb → Abtrieb
Zs
Zp
Anzahl der Planetenräder
Modul · ISO 54
m mm
U/min
N·m
Gleiche Stufen in Reihe
Der Abtrieb jeder Stufe treibt den Antrieb der nächsten, wie bei einem mehrstufigen Planetengetriebe.
Hohlrad fest · Sonne treibt · Abtrieb Steg
AntriebAbtriebFestPlaneten
Methode und AnnahmenMethode: Kinematik eines einfachen Planetensatzes nach der Willis-Gleichung (Nullverzahnung, ohne Profilverschiebung) mit Montage- und NachbarbedingungGrundlage: Zr = Zs + 2·Zp, gleicher Modul; gleichmäßige Teilung der Planeten; Momente mit 97 % Wirkungsgrad je Stufe; Abstützmoment des festen Teils und relative PlanetenlagerdrehzahlGrenzen: Keine Berechnung von Zahnfestigkeit, Lastaufteilung oder Planetenlager-Lebensdauer; Stufenplaneten und Sätze mit Profilverschiebung werden nicht erfasstNormen und Quellen: ISO 54Formeln · So wurde dieser Rechner geprüft · TorqueMath v2.8

Bauteile

BauteilZähnezahlTeilkreis-ØDrehzahlMoment

Übersetzungssuche

Geben Sie die benötigte Gesamtübersetzung für die gewählte Anordnung und Stufenzahl ein. Es werden nur Zähnezahlsätze gezeigt, die mit der gewählten Planetenzahl passen und sich montieren lassen.

: 1
SonnePlanetHohlradÜbersetzungAbweichung

So wird gerechnet

Einfacher Planetensatz mit Nullverzahnung (ohne Profilverschiebung): Sonnenrad Zs, Planetenräder Zp, Hohlrad Zr = Zs + 2·Zp, alle mit demselben Modul m. Ein Teil steht fest, eines treibt, das dritte ist der Abtrieb. Die Drehzahlen folgen der Willis-Gleichung; der Steg ist der Planetenträger.

Willis-Gleichung (n_Sonne − n_Steg) / (n_Hohlrad − n_Steg) = − Zr / Zs Hohlrad fest i = 1 + Zr/Zs (Sonne treibt, Steg Abtrieb) Sonne fest i = 1 + Zs/Zr (Hohlrad treibt, Steg Abtrieb) Steg fest i = − Zr/Zs (Sonne treibt, Hohlrad Abtrieb, gegenläufig) Planetenlager n_Planet,rel = (n_Sonne − n_Steg) · Zs / Zp Montierbarkeit (Zs + Zr) / N muss ganzzahlig sein Nachbarbedingung (Zs + Zp) · sin(180°/N) > Zp + 2 (Zahnköpfe der Planeten dürfen sich nicht berühren) Teilkreise d = m · z, Achsabstand a = m · (Zs + Zp) / 2 Momente T_ab = T_an · |i| · η, η ≈ 0,97 je Stufe; das feste Teil stützt T_ab − T_an ab (vorzeichenrichtig)

Unterhalb von etwa 17 Zähnen tritt bei 20° Eingriffswinkel Unterschnitt auf. Die Planetenlager laufen mit der Relativdrehzahl der Planeten, nicht mit der Abtriebsdrehzahl; legen Sie sie deshalb mit dem Wert aus der Tabelle aus.

Dieser Rechner berechnet einen einfachen Planetensatz (Umlaufrädergetriebe) aus den Zähnezahlen von Sonne und Planeten, dem Modul, der Anzahl der Planeten und dem festgehaltenen Teil. Mit der Willis-Gleichung ermittelt er Übersetzung, Abtriebsdrehzahl und -moment, das Abstützmoment am festen Teil, die Planetenlagerdrehzahl und den Achsabstand und prüft, ob die Planeten passen und sich gleichmäßig verteilt montieren lassen. Er wird von Getriebekonstrukteuren, in Robotik und Drohnenbau, von 3D-Druck-Bastlern und von Studierenden genutzt, die Umlaufgetriebe kennenlernen.

Rechenbeispiel: Planetenstufe 4,57 : 1 mit festem Hohlrad

  1. Ein Motor gibt 5 N·m (3,7 lb·ft) bei 3000 U/min auf ein Sonnenrad mit 21 Zähnen. Drei Planetenräder mit 27 Zähnen laufen in einem festen Hohlrad, Modul 1,5 mm, der Steg ist der Abtrieb.
  2. Zähnezahl Hohlrad Zr = Zs + 2·Zp = 21 + 54 = 75. Montageprüfung: (21 + 75) / 3 = 32, eine ganze Zahl, die drei Planeten lassen sich also im Abstand von 120° anordnen. Nachbarbedingung: (21 + 27) · sin 60° = 41,6 > 27 + 2 = 29, die Zahnköpfe der Planeten berühren sich also nicht.
  3. Übersetzung bei festem Hohlrad: i = 1 + Zr/Zs = 1 + 75/21 = 4,571, der Steg dreht also mit 3000 / 4,571 = 656 U/min in derselben Richtung wie die Sonne.
  4. Das Abtriebsmoment mit etwa 3 % Verlust ist 5 · 4,571 · 0,97 = 22,2 N·m (16,4 lb·ft). Das Hohlrad muss 22,2 − 5 = 17,2 N·m abstützen.
  5. Planetenlagerdrehzahl relativ zum Steg: (3000 − 656) · 21/27 = 1823 U/min, fast das Dreifache der Abtriebsdrehzahl.
  6. Teilkreisdurchmesser: Sonne 31,5 mm, Planeten 40,5 mm, Hohlrad 112,5 mm (4,43 in). Der Achsabstand Sonne–Planet ist 1,5 · (21 + 27)/2 = 36 mm, die Planetenmitten liegen also auf einem Kreis von 72 mm.

Die Stufe ergibt 4,57 : 1, 656 U/min und etwa 22 N·m am Steg. Legen Sie die Hohlradbefestigung für 17 N·m und die Planetenlager für 1823 U/min aus, nicht für die Abtriebsdrehzahl.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Übersetzung eines Planetengetriebes?

Das hängt davon ab, welches Teil festgehalten wird. Bei festem Hohlrad, Antrieb über die Sonne und Abtrieb am Steg: i = 1 + Zr/Zs. Bei fester Sonne, Antrieb über das Hohlrad und Abtrieb am Steg: i = 1 + Zs/Zr. Bei festem Steg, Antrieb über die Sonne und Abtrieb am Hohlrad: i = −Zr/Zs, der Abtrieb dreht gegenläufig. Für eine Sonne mit 21 und ein Hohlrad mit 75 Zähnen ergibt das 4,571, 1,28 und −3,571. Alle Fälle folgen aus der Willis-Gleichung (n_Sonne − n_Steg) / (n_Hohlrad − n_Steg) = −Zr/Zs.

Wie viele Zähne braucht das Hohlrad eines Planetensatzes?

Bei Nullverzahnung ohne Profilverschiebung haben alle drei Teile denselben Modul, und die Planeten müssen von der Sonne bis zum Hohlrad reichen, also Zr = Zs + 2·Zp. Eine Sonne mit 21 Zähnen und Planeten mit 27 Zähnen brauchen ein Hohlrad mit 75 Zähnen. Hat das Hohlrad eine andere Zähnezahl, kämmen die Planeten nicht mit beiden Rädern zugleich richtig. Mit Profilverschiebung lässt sich die Regel um ein oder zwei Zähne lockern, dann müssen aber die Achsabstände beider Eingriffe geprüft werden.

Warum lassen sich meine Planetenräder nicht gleichmäßig montieren?

Bei N gleichmäßig um die Sonne verteilten Planeten muss die Summe der Zähnezahlen von Sonne und Hohlrad durch die Anzahl der Planeten teilbar sein: (Zs + Zr) / N muss eine ganze Zahl sein. Sonst passen die Zähne des letzten Planeten nicht gleichzeitig zu Sonne und Hohlrad. Eine Sonne mit 21 Zähnen und ein Hohlrad mit 75 Zähnen ergeben 96 – das geht mit 2, 3, 4 oder 6 Planeten, aber nicht mit 5. Ist die Bedingung nicht erfüllt, ändern Sie die Sonne um ein oder zwei Zähne oder verwenden Sie eine ungleichmäßige Teilung.

Welche Übersetzung schafft eine einzelne Planetenstufe höchstens?

Bei festem Hohlrad und Abtrieb am Steg liefert eine praxisgerechte Einzelstufe etwa 3 : 1 bis 10 : 1. Die Übersetzung 1 + Zr/Zs steigt, je kleiner die Sonne wird; unter etwa 3 : 1 werden die Planeten sehr klein, über etwa 10 bis 12 : 1 wird die Sonne winzig und schwach, und die Planeten kommen sich zu nahe. Für größere Übersetzungen werden Stufen hintereinandergeschaltet: zwei Stufen mit 5 : 1 ergeben 25 : 1, drei ergeben 125 : 1, bei etwa 3 % Verlust je Stufe.

Wie schnell drehen Planetenlager?

Planetenlager laufen mit der Drehzahl des Planeten relativ zum Steg, n_rel = (n_Sonne − n_Steg) · Zs/Zp, nicht mit der Abtriebsdrehzahl. Mit einer Sonne mit 21 Zähnen bei 3000 U/min, Planeten mit 27 Zähnen und dem Steg bei 656 U/min drehen die Lager mit (3000 − 656) · 21/27 = 1823 U/min. Planetenlager begrenzen oft die Lebensdauer eines Planetengetriebes, weil sie auf engem Raum bei hoher Relativdrehzahl die doppelte Zahnkraft tragen. Legen Sie sie mit dieser Drehzahl und der Planetenlast aus.

Wie viele Planetenräder sollte ein Planetengetriebe haben?

Drei Planeten sind am häufigsten, weil drei Punkte eine schwimmend gelagerte Sonne zentrieren und die Last recht gleichmäßig aufteilen. Mehr Planeten teilen das Moment weiter auf und erlauben ein kleineres Getriebe, aber eine gleichmäßige Lastaufteilung ist dann ohne enge Toleranzen oder nachgiebige Lagerung schwerer zu erreichen. Die Planeten dürfen sich nicht berühren: (Zs + Zp) · sin(180°/N) muss größer als Zp + 2 sein. Außerdem muss die Montagebedingung erfüllt sein, dass (Zs + Zr) / N eine ganze Zahl ist.

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