Zahnfestigkeit-Rechner

Zahnfußspannung (Lewis mit AGMA-Faktoren) und Flankenpressung (Hertz) für gerad- und schrägverzahnte Stirnradpaare, mit Sicherheiten für Ritzel und Rad, der übertragbaren Leistung und dem kleinsten Modul, das ausreicht.

TorqueMath.com · Zahnfestigkeits-Rechner
kW
U/min
mm
mm
Zähne
Zähne
°
Werkstoff (beide Räder)
Verzahnungsqualität
Arbeitsmaschine (Stöße)
Berechnungsverfahren
h
Methode und AnnahmenMethode: Zahnfußspannung nach Lewis + Flankenpressung nach Hertz mit AGMA-Faktoren (vereinfacht aus ANSI/AGMA 2001 nach Shigley Kap. 14; optional Ks/KR); keine Berechnung nach ISO 6336 oder vollständige AGMA-BerechnungGrundlage: Lewis-Faktor Y (20°, Normalverzahnung) statt AGMA-J; St/Sc der AGMA-Güte 1 aus HB (einsatzgehärtet 380/1240 MPa); Ka, Kv aus Qv, vereinfachtes Km; YN, ZN erst oberhalb von 10⁷ LastwechselnGrenzen: Nicht für Nachweise oder für Räder mit Profilverschiebung, Eingriffswinkeln ungleich 20°, Innen-, Kegel- oder Schneckenräder; Kunststoffräder erhalten nur den ZahnfußnachweisNormen und Quellen: ANSI/AGMA 2001 · Shigley's Mechanical Engineering Design · ISO 6336Formeln · So wurde dieser Rechner geprüft · TorqueMath v2.8

Ritzel und Rad

Spannungen und Grenzwerte für jedes Rad. Das Ritzel macht mehr Lastwechsel, deshalb ist sein Lebensdauerfaktor kleiner.

RitzelRad

Welches Modul?

ModulBreite bRitzel ØSF FußSH Flanke

So wird gerechnet

Ein Zahn versagt auf zwei Arten: Er bricht am Fuß ab, weil er sich wie ein kurzer Kragarm biegt (Zahnfußermüdung), oder seine Flanke bekommt Grübchen und platzt aus, weil dort, wo die Zähne aufeinander abwälzen, hohe Pressung herrscht (Flankenermüdung). Beides wird für Ritzel und Rad geprüft.

Moment & Kraft T = 9549·P / n1, Ft = 2000·T / d1, d1 = m·z1 Umfangsgeschw. v = π·d1·n1 / 60000 (m/s) Dynamikfaktor Kv = ((A + √(200v)) / A)^B, B = 0,25·(12 − Qv)^(2/3), A = 50 + 56·(1 − B) Zahnfuß (Lewis) σF = Ft·Ka·Kv·Km / (b·m·Y) Y = Lewis-Formfaktor für z (20°, Normalverzahnung) Flanke (Hertz) σH = ZE·√( Ft·Ka·Kv·Km / (d1·b·I) ), I = cosφ·sinφ/2 · i/(i + 1) Lebensdauerfaktoren YN = 1,3558·N^−0,0178, ZN = 1,4488·N^−0,023 (N > 10⁷ Lastwechsel) Sicherheiten SF = St·YN / σF, SH = Sc·ZN / σH Schräg (β > 0) mt = mn / cosβ, Y aus Ersatzzähnezahl z/cos³β, φt = atan(tanφn / cosβ) I = cosφt·sinφt / (2·mN) · i/(i + 1), mN = π·mn·cosφn / (0,95·Z), Fa = Ft·tanβ Radialkraft Fr = Ft·tanφn / cosβ (= Ft·tanφt)

Die zulässigen Spannungen St und Sc für Stahl folgen den Härtekurven der AGMA-Güte 1 (St = 0,533·HB + 88,3 MPa, Sc = 2,22·HB + 200 MPa); einsatzgehärteter Stahl verwendet St 380 MPa und Sc 1240 MPa. Ka ist der AGMA-Überlastfaktor (1,00 gleichmäßig, 1,25 mäßige Stöße, 1,75 starke Stöße bei Elektromotor-Antrieb; 1,50 für mäßige Stöße bei Antrieb durch einen Verbrennungsmotor). Beim vereinfachten Verfahren werden der Größenfaktor Ks und der Zuverlässigkeitsfaktor KR zu 1 gesetzt; die AGMA-Optionen ergänzen Ks = 1,192·(b·m·√Y / 645,16)^0,0535 (≥ 1, b und m in mm) auf der Spannungsseite und KR (0,85 / 1,00 / 1,25 für 90 / 99 / 99,9 % Zuverlässigkeit) bei den Sicherheiten, wie in Shigley Gl. 14-30 und 14-38. Keine der Optionen ist eine vollständige Berechnung nach ANSI/AGMA 2001 oder ISO 6336: Die Zahnform wird über den Lewis-Faktor Y statt über den AGMA-Geometriefaktor J erfasst, und der Breitenlastfaktor Km ist vereinfacht; Km gilt für genau montierte Räder und steigt mit der Zahnbreite. Für Industriegetriebe sollten SF ≥ 1,5 und SH ≥ 1,2 sein. Das Verfahren folgt Shigley, Mechanical Engineering Design, Kapitel 14, und ANSI/AGMA 2001; für Nachweise ist die vollständige Berechnung nach AGMA oder ISO 6336 mit dem Geometriefaktor J zu verwenden.

Dieser Rechner prüft, ob ein gerad- oder schrägverzahntes Stirnradpaar für die zu übertragende Leistung fest genug ist. Geben Sie Leistung und Ritzeldrehzahl, Modul (oder Diametral Pitch), Zahnbreite, Zähnezahlen, Werkstoff, Verzahnungsqualität, die Art der Arbeitsmaschine und die geforderte Lebensdauer ein. Sie erhalten Umfangskraft, Umfangsgeschwindigkeit und Dynamikfaktor, die Zahnfußspannung von Ritzel und Rad nach Lewis mit AGMA-Faktoren, die Flankenpressung nach Hertz, die Sicherheiten gegen Zahnbruch und Grübchen, die übertragbare Leistung und eine Modultabelle, aus der Sie das kleinste passende Modul wählen.

Rechenbeispiel: Motor 5,5 kW, 20/60 Zähne, Modul 2,5, Stahl 300 HB

  1. Ein Motor mit 5,5 kW bei 1450 U/min treibt ein Ritzel mit 20 Zähnen, das mit einem Rad mit 60 Zähnen kämmt; Modul 2,5 mm, Zahnbreite 30 mm, vergüteter Stahl 300 HB, wälzgefräste Standardqualität (Qv 7), mäßige Stöße (Ka 1,25), 20.000 Stunden.
  2. Ritzelmoment T = 9549 × 5,5 / 1450 = 36,2 N·m. Teilkreisdurchmesser d1 = 2,5 × 20 = 50 mm, Umfangskraft Ft = 2000 × 36,2 / 50 = 1449 N.
  3. Umfangsgeschwindigkeit v = π × 50 × 1450 / 60.000 = 3,80 m/s. Für Qv 7: B = 0,731, A = 65,1, Kv = ((65,1 + √(200 × 3,80)) / 65,1)^0,731 = 1,29. Km = 1,3 bei 30 mm Zahnbreite.
  4. Zahnfuß Ritzel: Lewis-Faktor Y = 0,322 für 20 Zähne, σF = 1449 × 1,25 × 1,29 × 1,3 / (30 × 2,5 × 0,322) = 126 MPa. Zulässig St = 0,533 × 300 + 88,3 = 248 MPa, Lebensdauerfaktor YN = 0,93 für 1,7 × 10⁹ Lastwechsel, also SF = 248 × 0,93 / 126 = 1,83. Das Rad (Y = 0,422) hat SF 2,44.
  5. Flanke: I = cos20°·sin20°/2 × 3/4 = 0,1205, σH = 191 × √(1449 × 2,10 / (50 × 30 × 0,1205)) = 784 MPa. Zulässig Sc = 2,22 × 300 + 200 = 866 MPa, ZN = 0,89, also SH = 866 × 0,89 / 784 = 0,98.

Die Zähne brechen nicht (Zahnfußsicherheit SF 1,83), aber die Ritzelflanken liegen für 20.000 Stunden an der Grübchengrenze (SH 0,98). Ein einsatzgehärtetes Ritzel, Modul 3 mm oder 40 mm Zahnbreite heben SH deutlich über 1,2.

Häufige Fragen

Was ist die Lewis-Gleichung für Zahnräder?

Lewis betrachtete einen Zahn als Biegebalken gleicher Festigkeit, dessen Form einer Parabel im Zahn entspricht. Die Zahnfußspannung ist σ = Ft / (b·m·Y), mit der Umfangskraft Ft, der Zahnbreite b, dem Modul m und dem Lewis-Formfaktor Y, der von der Zähnezahl und dem Eingriffswinkel abhängt. AGMA multipliziert die Kraft zusätzlich mit Dynamik-, Überlast- und Breitenlastfaktor.

Was ist der Unterschied zwischen Zahnfußspannung und Flankenpressung?

Die Biegespannung wirkt am Zahnfuß und führt dazu, dass der Zahn anreißt und abbricht. Die Flankenpressung wirkt auf der Flanke, wo die Zähne aufeinander abwälzen, und führt zu Grübchen: kleinen Ausbrüchen, die wachsen, bis das Rad laut wird und ausfällt. Die Zahnfußspannung hängt vor allem von Modul und Zahnbreite ab, die Flankenpressung von Ritzeldurchmesser, Zahnbreite und Oberflächenhärte.

Welche Sicherheit sollte ein Zahnrad haben?

Für Industriegetriebe sind eine Zahnfußsicherheit von mindestens 1,5 und eine Grübchensicherheit von 1,2 oder mehr üblich. Zahnbruch tritt plötzlich auf und ist gefährlich, deshalb bekommt er die größere Reserve; Grübchen entwickeln sich langsam und lassen sich überwachen.

Wie wähle ich das Modul eines Zahnrads?

Gehen Sie vom Drehmoment und der Zähnezahl des Ritzels aus und wählen Sie das kleinste Modul, bei dem Zahnfuß- und Grübchensicherheit beide über Ihrem Zielwert liegen, mit einer Zahnbreite von etwa dem 8- bis 16-Fachen des Moduls. Die Modultabelle in diesem Rechner macht genau das für die Normreihe der Module.

Warum ist die Verzahnungsqualität (Qv) wichtig?

Teilungs- und Profilabweichungen verursachen bei jedem Zahneintritt kleine Stöße, die eine zusätzliche dynamische Last erzeugen. Der AGMA-Dynamikfaktor Kv bildet das ab: Je gröber die Verzahnung und je höher die Umfangsgeschwindigkeit, desto größer die Zusatzlast. Jede Qualitätsstufe hat außerdem eine empfohlene Höchst-Umfangsgeschwindigkeit.

Kann ich den Rechner für Kunststoffräder verwenden?

Ja, für die Zahnfußspannung. Wählen Sie Polyacetal (POM): Das Lewis-Verfahren mit einer zulässigen Spannung von etwa 40 MPa ist für Kunststoffräder üblich. Die Flankenpressung wird für Kunststoffe nicht bewertet; ihre Grenze sind Erwärmung und Verschleiß, halten Sie daher die Drehzahl niedrig und prüfen Sie die Herstellerangaben.

Wie unterscheidet sich die Berechnung schrägverzahnter von geradverzahnten Rädern?

Geben Sie den Schrägungswinkel β und das Normalmodul ein. Der Teilkreisdurchmesser wächst auf mn·z/cosβ, der Lewis-Faktor wird für die Ersatzzähnezahl z/cos³β bestimmt, und der Geometriefaktor I der Flanke wird durch den Lastaufteilungsfaktor mN geteilt, weil mehrere Zähne gleichzeitig tragen. Ein schrägverzahntes Paar überträgt daher merklich mehr als ein gleich großes geradverzahntes, drückt die Wellen aber mit der Axialkraft Fa = Ft·tanβ seitlich, die die Lager aufnehmen müssen.

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